Kopfweh und Migräne – ein „Markenzeichen“ der Guten?

Migräne gehört wohl zu den garstigsten Kopfschmerzen. Dieser stechend-bohrend-hämmernde Schmerz, der sich überall rein drückt. Und der scheint auch noch eine besondere Vorliebe für Menschen zu haben, die im Leben was leisten wollen. Eben – für die GUTEN. Steckt da etwa gar „System“ dahinter?

Nennen wir sie einfach mal „Uschi“:
Eine engagierte Frau. Vielleicht Ende 20. Anfang 30. Wach, engagiert und intelligent. Gut ausgebildet. Sie kann was. Und sie will was in die Welt bringen. Eine ideale Motivations-Basis also. Und – sie hat MIGRÄNE. Immer wieder. Steckt hinter diesem Profil etwa ein Muster, das Migräne unausweichlich herbei ruft? Wenn JA, dann müsste man diese Migräne-Falle gezielt meiden können, indem man …

Begleiten wir Uschi mal etwas:


Sie hat sich ihren Beruf gewählt, weil er für sie Sinn macht. Wofür sie „der Typ“ ist. Wenn Sie morgens den Tag beginnt, weiss sie, dass sie Anderen heute weiter hilft. Wenn sie arbeitet, fühlt sie sich bestätigt. Wer diesen Zustand jemals erlebt hat, weiss: Der macht süchtig! Der treibt an. Damit sprengst Du alle Grenzen.

Also haben wir das erste gemeinsame Zeichen fast aller Migräne-Leidenden:
Sie haben eine echte Aufgabe, der sie sich meist auch voll verschreiben.

Und drum fühlt Uschi auch die Verpflichtung, gut zu sein. Weil es Sinn macht, was sie tut, macht sie es auch richtig. Oder gar nicht. Sie setzt sich selbst die Massstäbe. Und vergisst darüber schon mal die Zeit.

Damit ist das zweite gemeinsame Merkmal klar:
Sie fordern sich selbst heraus – oft über alle Grenzen. Und finden das gut so.

Uschi ist ein toller Gesprächs-Partner. Klar im Gedanken. Interessant im Ausdruck. Und was sie sagt, macht Sinn. Uschi ist anziehend. Doch das hat auch seinen Preis: Der Freundeskreis wird kleiner. Aus Zeitgründen – und weil sie ihren Umgang immer mehr auswählt. Und nun rutscht Uschi in genau jene Spirale, an deren Ende eins steht: MIGRÄNE!

Wie rutscht man da rein?
Uschi steigert sich in ihre Aufgabe immer weiter rein. Kann nicht mehr abschalten – und akzeptiert das auch. Jetzt macht das Einschlafen Probleme. Das Gedanken-Karousell dreht… Am nächsten Morgen fehlen ihr einige Stunden Schlaf. Daher verkrampft sich der Rücken. Die Creativität lässt nach – und das gleicht sie mit Fleiss aus. Die Erschöpfungs-Signale des Hirns und es Körpers überhört sie. Was sie am Tag nicht mehr gepackt hat, erledigt sie abends: Nur noch schnell … Und schon ist es wieder spät. Zu spät? Denn jetzt hat die Migräne sie erfasst. Zuerst immer am Wochenende, wenn sie entspannten möchte. Dann auch die Woche über, wenn sie das Gefühl von Überforderung beschleicht.
Kommt Ihnen „Uschi“ bekannt vor? Könnte man auch Ihren Vornahmen einsetzen?

Woher hat Uschi ihre Migräne?
Meist ist es die Folge von Überforderung. Wenn man mehr leistet, als die Ruhe dazwischen hergibt. Dann entsteht Stress – und das ist der Auslöser für über 200 tlw. schwere Krankheiten. Die GUTEN werfen sich voll in die Aufgabe – und vergessen sich selbst dabei. Der „Kick“ im Augenblick überwiegt die „Reue danach“! Was morgen ist – wen kümmert‘s?

Im Körper passiert dabei folgendes:
Der Stress löst eine heftige Übersäuerung aus, die nicht abgebaut wird. Diese Säure legt sich in die Muskeln und verkrampft sie. Damit bricht die Durchblutung zusammen und der Muskel kann sich nicht mehr öffnen. Das erzeugt neuen Stress – mit neuer Übersäuerung und neuen Verkrampfungen. Das ist der Grund, warum Schmerzmittel kaum helfen: Weil immer wieder ein neuer Schmerz-Herd aufkommt.

Jetzt kommt der Turbo:
Uschi hat in ihrer Selbstvergessenheit auch die Ernährung vernachlässigt. Isst schnell mal was zwischendurch – und oft nicht richtig. Sie verbrennt mehr Vitalstoffe, als sie ihrem Körper zuführt. Der geht daher auf „Not-Programm“: Schaltet viele Funktionen ab. Auch die Freude – denn die braucht viel „Feuer“. Uschi wird ernster. Verkrampft sich.

Und das ist der dritte Grund für Migräne:
Der kontinuierliche Raubbau an Vitalstoffen, der Hirn und Körper lähmt.

Und so wird auch das vierte, gemeinsame Migräne-Merkmal klar:
Sie versorgen weder ihren Körper, noch ihr Hirn so, wie es bei Hochleistung nötig ist. Da ihnen die Motivation niemals ausgeht, glauben sie, das würde auch für den Körper und das Hirn gelten. Doch hier regieren andere Gesetze: „Wer nehmen will, muss zuerst gegeben haben!“

Frage: Was kann Uschi tun?
Aus der kurzen Geschichte wird das KERN-PROBLEM sichtbar: ÜBERSÄUERUNG. Die löst in Hirn und Körper eine permanente Verkrampfung aus. Uschi kann manchmal kaum mehr denken, sehen, hören … alles tut nur noch weh. Der gepeinigte Körper kann kaum mehr abschalten – und damit ist auch die Nacht zum Tag gemacht. Wo ist das Ende …?

Hier ist mein 7-Schritte-Hilfs-Programm:
1. Migräne entsteht zuerst „im Kopf“: Wenn Menschen nicht mehr abschalten können, sich verkrampfen, Stress haben, sich verbeissen. Ängste spüren.
2. Unverzichtbar ist immer eine sanfte, professionelle Entsäuerung. Damit entspannt sich Körper, Geist und Seele.
3. Dann eine gute Versorgung des Hirns und des Körpers mit den Vitalstoffen, die bei engagierter Arbeit verbrannt werden. Bitte wenig – das aber oft zu sich nehmen.
4. Gute Mineralstoffe sind unverzichtbar – sie entkrampfen. Helfen Denken.
5. Begleitend tun heisse Fuss-/Voll-Bäder mit 1/2 – 1 Päckchen Natron sehr gut.
6. Viel Trinken: Reines Wasser nimmt am meisten Säure auf – bitte in kleinen Schlucken trinken. Dann geht das meiste in die Muskeln – und die können wieder entspannen.
7. Und für die Arbeit gilt: Sensibilisieren Sie sich für den Schwell-Punkt, an dem aus leichter Leistung – Verkrampfung wird. Gehen sie nie über diese Grenze – denn dann zünden sie die Spirale. Lieber 10 min Pause einlagern. Dann weiter machen.

Und wie geh es mit Uschi weiter?
Ich weiss es nicht – hoffe aber ich konnte ihr ein wenig helfen. Ansonsten schreibe ich eben einen weiteren, sinnvollen Blog-Post. Hier – gleich neben an.

2 Antworten auf „Kopfweh und Migräne – ein „Markenzeichen“ der Guten?“

  1. Verdammt, bis auf mein Alter, hast du es verdammt genau getroffen.
    Beängstigend.
    ich bin seit geraumer Zeit 53 Jahre alt und ziehmlich fertig.
    über den letzten Jahreswechlsel habe ich einen 5 Wochenkrankenschein gehabt. Warum weiß ich nicht. Depression oder burnout. Keine Ahnung.
    Dann ging es mir nicht wesentlich besser, aber ich war etwas ausgeruht.
    Im Mai hab ich mich einer Karpaltunnel re. unterzogen und im Juli die ersten Nächte durchgeschlafen, da meine re Hand./Arm nicht mehr taub wurde und weh tat.
    Am 02.08. wurde einer meiner Hunde eingeschläfert und seit dem habe ich wieder scheiß Nächte. Wenn ich schlafe, träume ich einen Scheiß, das kann sich keiner Vorstellen. Meißt von der Arbeit. Aber ich schlafe nicht viel.
    Das wundervolle Pferd auf meinem Provil, ist leider nur eine Reitbeteiligung.
    Die Besitzerin ist nicht zurechnungsfähig und ich überlege alles hin zu schmeißen, aber mein Herz schreit neeeeiiinnn.
    Der schöne Schecke, auf dem Bild, auf dem ich auch zu sehen bin, ist letztes Jahr tödlich verunglückt. Ihn habe ich ………………. ich weiß es nicht vergöttert, geliebt, keine Ahnung, wir waren seelenverwand, das passt am besten.
    Mittler Weile bin ich wieder ziehmlich unten, schlafe nur mit Single Malt ein und hab wieder Panikatacken. Deinen Burn Out Selbsttest hab ich 14 Punkte mit ja beantwortet.
    Ich denke bei mir kommt da einiges zusammen, was nicht gut für meinen Säurehaushalt ist.
    LG Uschi

  2. Hallo USCHI, Du, jetzt gruselt´s mich! Erst mal vielmals DANKE für Deinen offenen Kommentar. Ich bin sicher, Du hilfst hier vielen anderen Lesern weiter. Es dürften einige in vergleichbare Situation stecken. Zu Dir: Das „Alter“ habe ich aus Deiner bisher gezeigten Art abgeleitet – für die biologische Version fehlen mir die Anhalts-Punkte hihihi. Alles, was ich bisher von Dir mit bekommen habe, lässt mich vermuten, dass hinter der „IST-USCHI“ noch eine zweite „ECHT-USCHI“ steckt. Eine, die ihre vielen, sehr positiven Anlagen noch besser ausleben will. Und diese zweite USCHI meldet sich jetzt, sie will raus aus dem Schatten. Da steckt viel Herzblut drin. Da ist noch sooo viel zu entwickeln. Und diesen inneren Kampf spürst Du mit den verschiedenen scheinbar unklaren Störungen. Und der Art von „Nicht-Schlaf“. OK – ich habe versprochen, das, was Du aus meiner Sicht tun könntest, als weiteren Kommentar zu schreiben. Das mach‘ ich auch. In den kommenden Tagen findest Du hier weitere Tipps. Oder wir plaudern weiter auf Facenbbok. Wäre echt gelacht, wenn wir der „Echt-USCHI“ nicht einen Pfad zum Durchbruch legen könnten. Und die SM-Tour mit dem Single Malt könnten wir auch beenden … Musst Dich nicht so martern … Bis bald – hier im Blog! LG Karl

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